Meine "Trainingspartner"
Zusätzlich zu meinen Aus- und Fortbildungen bei renomierten Institutionen, waren bzw. sind meine Vierbeiner die besten Lehrmeister für mich. Durch sie habe ich ein besseres Verständnis bzgl. der Bedürfnisse eines Hundes und wie ein Hund lernt, vermittelt bekommen.

Velvet
Mein erster eigener Deutscher Schäferhund war eine sanfte, ruhige und lernwillige Hündin, die mir nicht nur als treue Begleiterin diente, sondern auch mein Herz eroberte.
Ich habe von Anfang an viel Zeit und Geduld in die Ausbildung investiert. Diese anfängliche Mühe zahlte sich aus und führte dazu, dass wir uns immer mehr ohne Worte verstanden haben. Ich konnte mich immer zu 100 Prozent auf sie verlassen.
Aus dieser Beziehung habe ich gelernt, dass eine ruhige, verständnisvolle und auf den Hund abgestimmte Grundausbildung einem in späteren Jahren viel zurück gibt - eine freundschaftliche, auf Vertrauen basierende Beziehung zwischen Mensch und Hund.
Mit ihr habe ich den Grundstein für mein Interesse an der Hundeausbildung gelegt.

Raven
Mein Deutscher Schäferhund aus der Leistungszucht, den ich liebevoll "The Boss" nenne, war ein ausdrucksstarker Rüde. Er strahlte Selbstbewusstsein und Souveränität aus, was man an dem Verhalten von anderen Hunden merkte, wenn man auf diese traf. Er hat keinen Streit angefangen, aber sich verteidigt, wenn es notwendig war.
Beim Training war er noch motivierter als Velvet.
Von ihm habe ich den Umgang mit Hunden, die auch mal Entscheidungen hinterfragen, gelernt.
Man braucht keine "Härte" im Training oder Alltag - sondern Konsequenz, feste Regeln und Geduld. Dann bekommt man eine harmonische Mensch-Hund-Beziehung, die bis zum Ende erhalten bleibt.

Queen Mum
Queen Mum, meine Border-Collie-Mix-Hündin aus dem Tierschutz, kam mit ca. 2 Jahren zu mir und Raven. In neuen Situationen / Umgebungen war sie zunächst unsicher und ängstlich. Sie ging lieber in die Defensive als nach vorne. Doch durch das Zusammensein mit Raven, meinem souveränen Rüden und Figo, seinem Labrador-Kumpel, entwickelte sie schnell mehr Selbstbewusstsein. In ihren letzten Lebensjahren war sie der perfekte Lehrmeister für Goya - aus einem unsicheren Mädchen wurde eine souveräne Althündin.
Von Queen Mum habe ich gelernt, wie wichtig es ist, sich auf die Bedürfnisse ängstlicher Hunde einzustellen und ihnen die Zeit zu geben, die sie benötigen, um Vertrauen aufzubauen und mich gelehrt, mit Geduld und Einfühlungsvermögen bei der Arbeit mit Angsthunden vorzugehen.

Goya
Goya, mein Deutscher Schäferhund Rüde aus der Leistungszucht, trägt den Spitznamen Mr. High Energy und der Name ist Programm - reaktionsschnell, außergewöhnlich hohe Motivation, lernfreundig, lässt sich bei der Arbeit von nichts ablenken - mein absoluter Herzenshund.
Seine Schnelligkeit und Lernbegeisterung machen ihn zu einem beeindruckenden Partner sowohl im Alltag als auch im Training. Mit der richtigen Herangehensweise gelingt es uns, jede Herausforderung zu meistern und dabei immer wieder neue Fortschritte zu erzielen.
Von ihm habe ich gelernt, ruhig und gelassen zu bleiben, wenn der Hund aufgrund seiner hohen Motivationslage mal nicht "kritikfähig" ist.

Lenya
Zur Abwechslung mal kein Deutscher Schäferhund, sondern ein kleiner Owtscharka-Pekinesen-Pudel-Mix aus dem Tierschutz.
Am Anfang eher ängstlich, mit der Tendenz in Situationen, wo sie sich bedrängt fühlt, nach vorn zu gehen. Fremden Menschen gegenüber zeigt sie ein gewisses Misstrauen und benötigt Zeit, um Vertrauen zu fassen. In neuen Situationen ist sie manchmal noch unsicher, weshalb sie sich gerne an Goya orientiert. Trotz ihrer Ängstlichkeit bleibt Lenya jedoch motiviert, sei es auf entspannenden Spaziergängen oder beim Hundesport – hier zeigt sich ihre Begeisterung für Bewegung und das Lernen neuer Dinge.
Von ihr habe ich gelernt, mich auf ängstliche Hunde einzustellen, die in "schwierigen" Situationen eher nach vorne in die Offensive gehen.